**Chronik**
# Chronik zur Coronakrise
Ein Virus verändert die Welt
Stand: 17.04.2020 21:13 Uhr
**Die Folgen der Corona-Pandemie sind dramatisch - nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich und politisch. Tausende Menschen sterben. In Teilen der Welt kommt das öffentliche Leben im März 2020 zum Erliegen.**
## Januar und Februar - Der Ausbruch einer Pandemie
Hier geht es zum ersten Teil der Chronik über den [Ausbruch einer Pandemie](/faktenfinder/corona-chronik-pandemie-101.html "Chronik zum Coronavirus: Der Ausbruch einer Pandemie").
## 1. März - Quarantäneende in Heinsberg, erster Toter in den USA
Der Monat März beginnt mit Meldungen ganz unterschiedicher Art zum Thema "Corona": In **Deutschland** gibt es einen [Hoffnungsschimmer im nordrhein-westfälischen Heinsberg](/inland/coronavirus-heinsberg-101.html "Coronavirus in Deutschland: Quarantäne in Heinsberg beendet"). Hier wird die Quarantäne aufgehoben.
[In den **USA** gibt es einen ersten Corona-Toten.](/ausland/coronavirus-usa-105.html "Epidemie: Erster Coronavirus-Todesfall in den USA") Die Regierung verhängt eine Einreisesperre für Passagiere aus dem Iran. Und in **Südkorea** herrscht die Sorge vor einer Ausbreitung des Virus. Mehrere hundert Neuinfektionen werden in dem Land gemeldet, die [Regierung ruft die höchste Krisenalarmstufe aus](/ausland/coronavirus-suedkorea-iran-101.html "Coronavirus: Höchster Krisenalarm in Südkorea").
## 2. März - Robert-Koch-Institut erhöht VIrus-Warnung auf "mäßig"
Am Morgen des 2. März werden [Coronafälle aus zehn Bundesländern gemeldet - 150 insgesamt.](/inland/coronavirus-deutschland-151.html "Coronavirus in Deutschland: Infektionen in zehn Bundesländern") 
Wie gefährlich ist das Virus? Das zuständige Robert-Koch-Institut setzt seine Wertung auf "mäßig" hoch.
[Wirtschaftsforscher rechnen mit deutlichen Folgen der Corona-Krise.](/wirtschaft/coronavirus-oecd-wirtschaft-101.html "Wirtschaft und Corona: Wachstum könnte sich weltweit halbieren") Sie gehen davon aus, dass sich das Wachstum halbieren könnte - wenn sich das Virus im pazifisch-asiatischen Raum, in Europa und Nordamerika ausweite.
## 3. März - Erste Coronafälle in ostdeutschen Bundesländern
Nun ist das Coronavirus auch in ostdeutschen Bundesländern angekommen. Inzwischen melden auch Brandenburg, Sachsen und Thüringen erste Fälle. Bayerns Ministerpräsident Söder bringt das Thema "Konjunkturhilfen" ins Spiel.
## 4. März - Italien diskutiert Schließungen von Schulenund Unis sowie Geisterspiele
[Deutschland Kassenärzte warnen die Bevölkerung vor unnötigen Arztbesuchen](/inland/corona-deutschland-107.html "Neuartiges Coronavirus: Warnung vor unnötigen Arztbesuchen"). Wer ohne triftige Gründe eine Praxis besuche, gefährde die Gesundheit der Allgemeinheit.
Bundesgesundheitsminister Spahn bezieht in einer Regierungserklärung Stellung. [Der Höhepunkt der Ausbreitung des Coronavirus stehe noch bevor.](/inland/corona-regierungserklaerung-spahn-101.html "Regierungserklärung zu Corona: &quot;Höhepunkt noch nicht erreicht&quot;") Spahn lobt, die Bevölkerung sei bislang besonnen mit der Situation umgegangen.
[In Italien spitzt sich die Lage weiter zu. Die Schließung von Schulen und Unis sind ein Thema, ebenso wie Fußballspiele vor leeren Rängen.](/ausland/corona-italien-schulschliessungen-101.html "Coronavirus: Italien will Schulen und Unis schließen")
## 5. März - Immer mehr Ansteckungen innerhalb Deutschlands
Die Zahl der bestätigten Coronafälle in Deutschland macht einen deutlichen Sprung - von 240 auf mehr als 400. Laut Robert-Koch-Institut haben sich die meisten Betroffenen innerhalb Deutschlands angesteckt.
International breitet sich das Virus auch immer stärker aus. [Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet, dass die Politik weltweit nicht genügend unternimmt, um dem Ausmaß der Bedrohung wirksam entgegenzutreten.](/ausland/corona-ausland-situation-101.html "Coronavirus: Schulschließungen und eine WHO-Warnung") 
## 6. März - Mehr als 500 Infizierte in Deutschland
Am 6. März rufen [BDI und DGB](/wirtschaft/coronavirus-konjunkturprogramm-101.html "Corona-Epidemie: BDI und DGB fordern Investitionsprogramm") gemeinsam auf: Es muss was geschehen, damit die deutsche Wirtschaft nicht durch die Coronakrise Schaden erleidet. Sie [fordern Hilfe vom Staat](/wirtschaft/coronavirus-konjunkturprogramm-101.html "Corona-Epidemie: BDI und DGB fordern Investitionsprogramm")
Die Zahl der registrierten Fälle der Infizierten steigt in Deutschland an diesem Tag auf mehr als 500. Mehr als die Hälfte der Betroffenen lebt in Nordrhein-Westfalen. Sachsen-Anhalt ist zu diesem Zeitpunkt noch das einzige Land, in dem es keine bestätigten Fälle gibt.
[Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor Reisen in Risikogebiete](/ausland/corona-ausland-situation-107.html "Spahn warnt vor Reisen in Corona-Risikogebiete"). Seine EU-Kollegen sind nicht amüsiert. Er meint damit vor allem Italien, sieht aber auch Nordrhein-Westfalen als Region an, die er mit Blick auf die dortigen Coronafälle als riskant einschätzt.
## 7. März - Weite Teile Norditaliens werden abgeriegelt
DIe Sorge vor wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beschäftigt den Koalitionsauschuss. Das Stichwort Kurzarbeitergeld wird diskutiert. Insgesamt sind aber auch andere Maßnahmen im Gespräch:
In Italien entwickelt sich die Situation schon drastischer. [Weite Teile des Nordens werden abgeriegelt. Das betrifft zehn Millionen Menschen.](/ausland/coronavirus-305.html "Corona-Krise: Italien riegelt weite Teile des Nordens ab") 
## 8. März - Deutscher stirbt in Kairo am Coronavirus
An diesem Sonntag stirbt erstmals ein Deutscher am Coronavirus - so das Gesundheitsministerium im Kairo. Der Mann war im Urlaub in Ägypten und kam am 6. März mit erhöhter Temperatur ins Krankenhaus. Er wurde positiv auf SARS-CoV2 getestet. Sein Zustand verschlechterte sich rasch, der 59-Jährige verstarb auf der Intensivstation.
Gesundheitsminister Spahn empfiehlt, [Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen abzusagen](/inland/coronavirus-spahn-rki-103.html "Spahn: Events mit mehr als 1000 Menschen absagen"). Ziel sei, ältere Mitbürger und chronisch Kranke zu schützen. Spahn betont, ihm sei klar, dass das für kleinere Betriebe, Handwerker, Gastronomen oder Dienstleister große wirtschaftliche Folgen habe.
Die Koalition verständigt sich auf [Hilfen für Unternehmen](/inland/corona-wirtschaft-105.html "Altmaier: &quot;Werden Unternehmen nicht im Stich lassen&quot;"). Es gehe dabei nicht nur um große Firmen sondern auch um den Mittelstand.
In **China** [stürzt ein Hotel ein](/ausland/china-quarantaene-hotel-einsturz-101.html "Tote bei Unglück in China: Quarantäne-Hotel eingestürzt"), das als Quarantänestation genutzt wird. Dabei sterben mindestens zehn Menschen.
Italiens Regierung weitet die Reisesperren wegen des Coronavirus auf die [Lombardei und andere Gebiete](/ausland/coronavirus-307.html "Corona-Krise: Italien riegelt weite Teile des Nordens ab") aus.
## 9. März - Börsenkurse brechen ein, zweiter Todesfall in Deutschland
In Deutschland gibt es einen zweiten [Corona-Todesfall](/inland/coronavirus-deutschland-tote-101.html "Zwei Corona-Todesfälle in Deutschland"). 
Der [DAX](/wirtschaft/boerse/dax-verlust-101.html "Angst vor Coronavirus: Massiver Einbruch beim DAX") und die [internationalen Börsen](/wirtschaft/corona-wirtschaft-wallstreet-103.html "Coronavirus: &quot;Schwarzer Montag&quot; an den Börsen weltweit") brechen massiv ein. Es ist die Rede vom "Schwarzen Montag". Experten befürchten eine [weltweite Rezession](/wirtschaft/corona-wirtschaft-finanzmaerkte-101.html "Coronavirus: Experten befürchten weltweite Rezession"). US-Präsident Trump kündigt ein [Konjunkturprogramm](/wirtschaft/corona-wirtschaft-wallstreet-105.html "Coronavirus in den USA: Trump will Wirtschaft ankurbeln") an.
In der Champions League spielt der BVB Dortmund gegen Paris St. Germain vor leeren Rängen.
## 10. März - Italien warnt vor Reisen, Bayern streicht Großveranstaltungen
Italien weitet [Sperrmaßnahmen](/ausland/italien-corona-113.html "Italien weitet Sperrmaßnahmen auf das ganze Land aus") auf das ganze Land aus. Vor Reisen in das Land wird [gewarnt](/inland/coronavirus-deutschland-167.html "Wegen Coronavirus: Warnungen vor Italien-Reisen").
[Bayern](/inland/corona-veranstaltungen-103.html "Bayern will wegen Coronavirus Großveranstaltungen untersagen") sagte Großveranstaltungen ab. [Weitere Bundesländer](/inland/corona-absagen-bundeslaender-101.html "Absagen wegen Coronavirus: Wo Großveranstaltungen ausfallen") folgen kurz darauf.
Wirtschaftsminister Altmaier kündigt [Hilfen für die deutsche Wirtschaft](/inland/corona-wirtschaft-105.html "Altmaier: &quot;Werden Unternehmen nicht im Stich lassen&quot;") an. Altmaier spricht von einer "ernsten" Lage. Es gebe "erhebliche" Auswirkungen insbesondere in den Branchen für Tourismus, Messe und Veranstaltungen, Hotels und Gaststätten.
Zahlreiche Bundesligapartien und internationale Spiele sollen ohne Fans stattfinden, die DEL-Eishockeyliga bricht die Saison ab.
## 11. März - Weltgesundheitsorganisation spricht erstmals von Pandemie
[Kanzlerin Merkel](/inland/coronavirus-deutschland-177.html "Merkel zur Corona-Krise: &quot;Wir müssen Zeit gewinnen&quot;") äußert sich erstmals ausführlich zur Corona-Krise. Oberstes Ziel sei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das Vorgehen im Kampf gegen das Virus müsse davon bestimmt sein, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.
Die Weltgesundheitsorganisation spricht erstmals von einer [Pandemie](/ausland/europa/coronavirus-317.html "&quot;Tief besorgt&quot;: WHO spricht von Corona-Pandemie"). Die Sorge der WHO-Verantwortlichen wächst. Mindestens 4000 Menschen sind bislang weltweit durch das Virus gestorben. 118.000 Menschen haben sich mit dem Erreger infiziert.
Italien lässt alle Läden mit Ausnahme von Apotheken und Lebensmittelgeschäften [schließen](/ausland/corona-italien-131.html "Corona-Epidemie: Italien lässt Geschäfte schließen"). 
## 12. März - US-Einreiseverbot und Aufruf zu weniger Sozialkontakten
Angesichts der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump nun Europa als Schuldigen ausgemacht und [ein 30-tägiges Einreiseverbot für Europäer](/ausland/usa-coronavirus-einreisestopp-europa-103.html "Coronavirus: Trump verhängt Einreiseverbot aus Europa") verhängt. Die EU wurde von der Maßnahme offenbar kalt erwischt. Entsprechend verärgert reagierten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel auf Trumps Entscheidung: "Die Europäische Union missbilligt die Tatsache, dass die Entscheidung der USA, ein Reiseverbot zu verhängen, einseitig und ohne Konsultation getroffen wurde", erklärten sie in Brüssel.
Mehrere Länder schließen alle staatlichen Bildungseinrichtungen, darunter Dänemark und Norwegen. Für Deutschland sieht Bundesbildungsministerin Anja Karliczek dazu derzeit noch keine Not. Die Kultusministerien der Länder sollten aber den Fall bundesweiter Schulschließungen vorbereiten.
Bund und Länder appellieren an die Bürger, auf [Sozialkontakte und Veranstaltungen](/inland/coronavirus-deutschland-merkel-101.html "Merkel zu Corona-Krise: &quot;Außergewöhnliche Situation&quot;") zu verzichten.
## 13. März - (Fast alle) Bundesländer schließen Schulen und Kitas
Fast alle Bundesländer schließen [Schulen und Kitas](/inland/corona-schulschliessungen-101.html "Corona: Fast alle Länder schließen Schulen und Kitas"). Die Bundesregierung sagt Unternehmen [unbegrenzte Kredite](/wirtschaft/coronakrise-wirtschaft-101.html "Corona-Krise: Regierung gibt unbegrenzte Kreditzusage") zu.
Auch [Belgien](/ausland/belgien-coronavirus-101.html "Corona-Krise: Belgien sperrt zu") bringt Teile des öffentlichen Lebens bis auf weiteres zum Stillstand. 
Die Deutsche Fußballliga stellt den Spielbetrieb vorerst ein.
## 14. März - Schutz für Risikogruppen und weitere Reisenbeschränkungen
Das Wochenende beginnt unter anderen, neuen Vorzeichen in Deutschland. Nach der Bundesliga auch eine Absage beim DFB. Das Länderspiel gegen Italien am 31. März wird gestrichen.
Es wächst die Sorge um die älteren Menschen in Deutschland. Durch Besuchsverbote in Heimen sollen Senioren vor Ansteckung geschützt werden. Weniger Bürokratie soll die Arbeit der Einrichtungen erleichtern. Zur ["Schutzstrategie für Risikogruppen"](/inland/corona-altenheime-101.html "Coronavirus: Jetzt geht es um den Schutz der Älteren") gehört auch: Großeltern sollen nicht länger auf Kinder aufpassen.
Auch für Reisende ändert sich etwas. [Die Türkei untersagt Bürgern aus Deutschland und aus sieben weiteren EU-Staaten die Einreise.](/ausland/coronavirus-eu-111.html "Türkei stoppt Einreisen aus Europa") [Tirol und Madrid werden zu Risikogebieten erklärt.](/ausland/risikogebiete-101.html "Coronavirus: Tirol und Madrid sind Risikogebiete") [Spanien erklärt den Notstand.](/ausland/corona-spanien-notstand-101.html "Coronavirus: Spaniens Regierung erklärt Notstand") Bürger dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen.
Berlin schließt seine Clubs - um eine Ausbreitung des Virus dort zu verhindern.
Wann werden die Schulen wo geschlossen - und wie lange? Am 14.3. stellt sich die Lage so dar:
Und die Supermärkte? Hier gibt es einen Kundenansturm - und gleichzeitig den Appell und die Entwarnung: Die Versorgung ist sichergestellt.
## 15. März - Trump will möglichen deutschen Corona-Impfstoff exklusiv für die USA
Die Deutsche Bahn reagiert auf die zurückgehenden Fahrgastzahlen und [kündigt an, den Regionalverkehr zu reduzieren](/inland/corona-regionalverkehr-101.html "Corona-Krise: Bahn will Regionalverkehr reduzieren").
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will nun auch die [Bundeswehr eingreifen](/inland/corona-bundeswehr-kirchen-101.html "Kampf gegen Coronavirus: Wie Bundeswehr und Kirchen helfen"): Reservisten werden aufgerufen, in Bundeswehrkrankenhäusern auszuhelfen. In zahlreichen Bundesländern sagen Kirchen Gottesdienste ab.
Das Tübinger Unternehmen CureVac steht im Mittelpunkts einer Auseinandersetzung zwischen den USA und Deutschland: [US-Präsident Donald Trump versucht, einen möglichen Corona-Impfstoff mit einer beachtlichen Summe exklusiv für die USA zu sichern. Die Bundesregierung will das verhindern](/inland/corona-impfstoff-deutschland-usa-101.html "USA und Deutschland streiten um Coronavirus-Impfstoff"). Das Unternehmen teilt schließlich mit, einen Exklusiv-Vertrag werde es nicht geben.
Immer mehr europäische Länder greifen zu drastischen Maßnahmen, um die Corona-Pandemie einzudämmen: [Österreich](/ausland/corona-oesterreich-103.html "Coronavirus-Krise: Österreich im &quot;Notbetrieb&quot;") schränkt die Bewegungsfreiheit im Land erheblich ein, Restaurants werden geschlossen, Versammlungen verboten. Auch in [Frankreich](/ausland/corona-frankreich-schliessungen-103.html "Corona-Krise: Frankreich schränkt Verkehr ein") bleibt ein Großteil der Geschäfte und Restaurants geschlossen, der Fernverkehr - per Flugzeug, Bahn oder Auto - wird eingeschränkt.
## 16. März - Deutschland macht die Grenzen dicht - und Geschäfte auch
Wie viele andere Länder schottet Deutschland sich weiter ab: [Ab 8. Uhr morgens macht die Bundesrepublik ihre Grenzen weitgehend dicht](/inland/corona-grenzschliessung-deutschland-101.html "Corona-Krise: Freie Fahrt nur für Pendler und Waren"). Über die Übergänge zu Frankreich, Österreich, Luxemburg, zur Schweiz und nach Dänemark soll nur mit besonderem Grund gereist werden. An den Grenzen sollen verschärfte Kontrollen und auch Zurückweisungen eingeführt werden. Ausnahmen gibt es für Pendler und den Wahrenverkehr. Auch deutsche Bürger können noch aus dem Ausland einreisen.
[Die norddeutschen Inseln werden für Urlauber gesperrt.](/inland/coronavirus-321.html "Coronavirus: Norddeutsche Inseln für Touristen gesperrt") Überhaupt werden Urlaubsreisen ins In- und Ausland untersagt.
[Die Bundesregierung ordnet eine umfangreiche Schließung von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen an.](/inland/hg-corona-kabinett-101.html "Coronavirus: Der Maßnahmenkatalog des Bundes") Geöffnet bleiben nur noch Läden, die Lebensmittel und Gegenstände des täglichen Bedarfs verkaufen: etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken oder Tankstellen. Auch Banken, Poststellen und Waschsalons arbeiten noch. Freizeit- und Sportstätten werden dagegen geschlossen, Gaststätten arbeiten nur noch eingeschränkt.
Die EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen schlägt den Mitgliedsstaaten vor, die [Einreise in die Länder für zunächst 30 Tage zu unterbinden](/ausland/eu-kommission-corona-103.html "Von der Leyen will Einreisestopp in die EU").
## 17. März - Rückholprogramm für Deutsche im Ausland
Aufgrund gestrichener Flüge und geschlossener Grenzen sind Tausende Deutsche im Ausland gestrandet. Die Bundesrepublik startet daher ein großangelegtes [Rückholprogramm](/inland/maas-corona-rueckholaktion-101.html "Coronavirus: Maas plant &quot;Luftbrücke&quot; für Gestrandete"). Die Rede ist von einer "Luftbrücke". Gleichzeitig spricht die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen aus.
Das Robert-Koch-Institut passt seine Einschätzung der Gefährdungslage durch das Coronavirus in Deutschland an - [das Risiko für die Bevölkerung wird nun als "hoch" eingestuft.](/inland/coronavirus-deutschland-rki-101.html "Coronavirus: RKI stuft Gefährdung als &quot;hoch&quot; ein")
Deutschland folgt der EU-Empfehlung und ordnet einen [30-tägigen Einreisestopp](/inland/corona-eu-einreisestopp-101.html "Corona-Pandemie: Deutschland ordnet Einreisestopp an") an: Das Einreiseverbot betrifft Nicht-EU-Bürger sowie alle Flüge und Schiffsreisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben. Staatsangehörigen von EU-Staaten und ihren Angehörigen wird die Durchreise durch Deutschland gestattet.
In [Frankreich](/ausland/frankreich-ausgangssperre-103.html "Coronavirus: Französische Ausgangssperre in Kraft") tritt eine 14-tägige Ausgangssperre in Kraft.
Auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft sind immer deutlicher zu spüren: [Die deutschen Automobilhersteller VW und Daimler stellen die Produktion in ihren europäischen Werken für die nächsten Wochen ein](/wirtschaft/corona-daimler-vw-101.html "Daimler und VW: Vorübergehend lahmgelegt"). Die Zahl der Anträge auf das [Kurzarbeitergeld](/wirtschaft/kurzarbeitergeld-101.html "Anfragen zur Kurzarbeit schnellen nach oben"), das wegen der Corona-Krise rückwirkend ab dem 1. März gewährt wird, schießt in die Höhe.
## 18. März - Merkels Rede an die Nation
In der Nacht zum 18. März kommt die Meldung: In den USA wird ein Impfstoff am Menschen getestet. Experten kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen: Eventuell könnte er ab Herbst zum Einsatz kommen, vielleicht aber auch erst im kommenden Frühjahr, so die bislang übliche Zeitspanne:
Wie können wir den älteren Menschen helfen - und ihre Versorgung sicherstellen. Es wird wieder der Ruf auch nach Pflegekräften aus dem Ausland laut.
Die Auswirkungen für die Wirtschaft sind weiter wichtig. So stoppt nach VW nun auch [BMW](/wirtschaft/boerse/bmw-corona-101.html "Coronavirus: Auch BMW stoppt die Produktion") die Produktion. Das Kabinett berät über weitere [Hilfen für die Wirtschaft](/wirtschaft/corona-massnahmen-kabinett-101.html "Kabinett berät über weitere Wirtschaftshilfen").
Das Robert Koch-Institut macht an diesem Tag doppelt von sich Reden. Es gibt die düstere Prognose: [Millionen könnten infiziert](/inland/corona-rki-101.html "RKI warnt vor Millionen Infektionen") werden. Außerdem [nutzt das Institut Handydaten](/inland/corona-handydaten-101.html "Coronavirus: RKI prüft mit Handydaten Mobilität"), um zu prüfen, wo es größere Menschenansammlungen gibt. Ähnliche Wege nutzen auch andere Länder - wie z.B. [Österreich](/investigativ/handyueberwachung-oesterreich-101.html "Coronavirus - Österreich überwacht Handydaten").
Eine weitere Großveranstaltung wird abgesagt. Der Euovision Song Contest vereint normalerweise Millionen Menschen in Europa vor den Bildschirmen. Nun wird der Gesangswettbewerb, der eigentlich im Mai stattfinden sollte, auch gestrichen.
Den Schlussakkord an diesem Tag liefert Bundeskanzlerin Angela Merkel. Erstmals in ihrer langen Amtszeit wendet sie sich mit einer Fernsehansprache abseits ihrer Reden zum Jahreswechsel an die Nation. Die von einigen befürchtete Ausgangssperre kündigt sie nicht an. Aber sie findet deutliche Worte: ["Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst."](/inland/merkel-rede-109.html "Merkel zur Corona-Krise: &quot;Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst&quot;") Es komme in der Krise jetzt auf jeden Einzelnen an.
## 19. März - Notfallhilfen - In Europa und den USA
Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern, kündigt die Europäische Zentralbank ein Notkaufprogramm an. Sie will Staatsanleihen, Firmenanleihen und andere Titel im Umfang von 750 Milliarden Euro kaufen. Die US-Notenbank Fed senkt ihren Leitzins auf fast Null Prozent.
Denn auch in den Vereinigten Staaten wird das Coronavirus mittlerweile als große Gefahr gesehen. Die Notenbank Fed senkt ihren Leitzins auf fast Null Prozent. [Der Senat beschließt ein Hilfspaket](/ausland/trump-coronavirus-109.html "Coronavirus - Trump sieht sich als Kriegszeiten-Präsident"), das unter anderem die Lohnfortzahlung für erkrankte Arbeiter und Angestellte garantiert - in den USA ist dies nicht selbstverständlich - und Unterstützung für die Luftfahrtindustrie, andere Sektoren und kleinere Unternehmen verspricht. Präsident Trump sieht sich als Amtsinhaber in Kriegszeiten, er aktiviert den Defense Production Act - ein Gesetz zur Kriegswirtschaft, das ihn mit weitreichenden Befugnissen ausstattet.
In Deutschland wächst die Sorge vor einer Ansteckung. Laut *DeutschlandTrend* hat knapp die Hälfte der Wahlberechtigten [Angst, dass sie oder ein Familienangehöriger sich mit dem Coronavirus infizieren](/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-2143.html "DeutschlandTrend: Jeder Zweite in Sorge vor Corona-Infektion") - doppelt so viele wie noch zwei Wochen zuvor. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigt konkrete Hilfen für Pflegeheime, Pflegedienste und das Pflegepersonal an - sowohl finanzielle als auch personelle Unterstützung.
Nachdem Appelle für freiwillige Maßnahmen nur teilweise gewirkt haben, erlässt die Stadt [Freiburg ein Betretungsverbot](/inland/freiburg-ausgangssperre-101.html "Begrenzte Ausgangssperre in Freiburg") für öffentliche Orte. Die Stadt befindet sich nur wenige Kilometer von den Notstandsgebieten in Frankreich und der Schweiz entfernt.
An der deutsch-polnischen Grenze hatte sich der Verkehr wegen der Kontrollen zuletzt auf 60 Kilometern gestaut. Deshalb lockert Polen die Vorschriften etwas: Lkw-Fahrer und Berufspendler müssen nun kein Formular mehr mit Daten ihrer Erreichbarkeit ausfüllen.
## 20. März - Trump streicht G7-Teffen, Deutschland verkündet Reisewarnung
Deutschland und Europa schlafen noch, als die Nachricht aus dem Weißen Haus hereinplatzt. [US-Präsident Donald Trump sagt das G7-Treffen wegen der Corona-Epidemie ab](/ausland/trump-g7-absage-101.html "Trump sagt wegen Coronavirus G7-Gipfel im Juni ab"). Das Gipfeltreffen der sieben Industrienationen wird nicht auf dem Militärstützpunkt Camp David im Juni stattfinden. Stattdessen sollen die Staats- und Regierungschefs per Videoschalte im Sommer konferieren.
Außenminister Heiko Maas verkündet eine [Reisewarnung bis Ende April](/inland/reisewarnung-corona-101.html "Coronavirus: Reisewarnung gilt bis Ende April - vorerst"). Sie betrifft Millionen Buchungen in den Osterferien.
Am Nachmittag lässt die Bundesregierung aufhorchen: Sie  kassiert die schwarze Null. Die Schuldenbremse soll ausgesetzt werden. "Es wird ein Milliarden-Paket, das es in dieser Höhe in Deutschland noch nie gegeben hat", sagt ein Regierungsbeamter dem *ARD-Hauptstadtstudio*. Das Kabinett will am Montag den Rettungsschirm für Banken, Unternehmen und Selbstständige beschließen.
Nach Bayern schränken auch [Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hamburg die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung weiter ein](/inland/laender-corona-103.html "Corona-Krise: Weitere Beschränkungen in mehreren Ländern"). In allen Ländern sind Versammlungen von Kleingruppen im öffentlichen Raum verboten: In Hessen und Rheinland-Pfalz liegt die Höchstzahl bei fünf, in Hamburg bei sechs, in Baden-Württemberg bei drei. Außerdem werden überall Restaurants und Cafés geschlossen. Sie dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen verkaufen.
Am Abend ringt sich die EU-Kommission in der Corona-Krise zu einem historischen Schritt durch. [Sie setzt die europäischen Regeln für ein Haushaltsdefizit der Mitgliedstaaten bis auf weiteres aus](/ausland/corona-eu-defizitregeln-101.html "Wegen Corona-Krise: EU setzt Defizitregeln aus"). "Der Schritt bedeutet, dass nationale Regierungen so viel Liquidität wie nötig in die Wirtschaft pumpen können", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Videobotschaft.
## 21. März -Sorgen um die Wirtschaft und leere Supermarktregale
Von ruhigem Wochenende keine Spur: Die Politik beobachtet ganz genau, wie sehr sich die Bundesbürger an die Ausgangsbeschränkungen halten. Vom Verhalten am heutigen Samstag hängt ab, ob weitere Maßnahmen erlassen werden. Zwar kommt es beispielsweise in Bayern zu einzelnen Verstößen, doch ["weitestgehend" halten sich die Menschen an die Auflagen](/inland/ausgangssperre-deutschland-107.html "Kaum Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung"), wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagt. Auch Thüringens Ministerpräsident Ramelow lobte: "Heute hat es ja auch schon ganz gut geklappt."
Die Bundesregierung schnürt mehrere milliardenschwere Hilfspakete, die verhindern sollen, dass zu viele Bürgerinnen und Bürger in finanzielle Not geraten. Vorgesehen sind unter anderem eine Neuverschuldung von rund 150 Milliarden Euro sowie ein Rettungsschirm von bis zu 600 Milliarden. Finanzminister Scholz rückt von der Schwarzen Null im Haushalt ab und ist bereit, die im Grundgesetz festgelegte Schuldenbremse außer Kraft zu setzen.
Damit die Hilfe schnell ankommt, soll das Kabinett bereits am Montag den Nachtragshaushalt beschließen, der für Solo-Selbstständige, Kleingewerbe und Miniunternehmen bis zu 50 Milliarden Euro an Hilfen vorsieht. Das Arbeitsministerium lockert die Hartz-IV-Regeln und erwartet bis zu 1,2 Millionen zusätzliche Bezieher der Grundsicherung. Auch Mieter sollen vor Kündigungen geschützt werden.
Während die Deutschen vor allem Toilettenpapier, Nudeln und Mehl "hamstern", decken sich die [US-Bürger mit Waffen und Munition ein](/ausland/usa-coronavirus-113.html "Coronavirus: Ausgangssperren in mehreren US-Staaten"). Die Bundesstaaten Kalifornien und New York ergreifen drastische Maßnahmen. Sie schließen alle nicht notwendigen Geschäfte und rufen die insgesamt 60 Millionen Einwohner auf, ihre Häuser möglichst wenig zu verlassen.
## 22. März - Bundesweites Kontaktverbot soll aus der Krise führen
Die Nationale Akademie der Wissenschaft Leopoldina empfiehlt Bundesländern und Bundesregierung einen [dreiwöchigen "Shutdown"](/inland/corona-ausgangssperre-105.html "Corona: Experten empfehlen &quot;Shutdown&quot; bis Ostern"). Die Forscher sprechen sich für einen strategischen "Dreiklang" aus: Eindämmung der Epidemie, Schutz der besonders gefährdeten Bevölkerung sowie eine gezielte Kapazitätserhöhung im medizinischen Versorgungssystem. Spaziergänge im Familienkreis oder Joggen sollten aber weiterhin möglich bleiben.
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus [setzen Bund und Länder auf ein umfangreiches Kontaktverbot](/inland/kontaktverbot-coronavirus-101.html "Einigung auf umfassendes Kontaktverbot"). "Nach unserer Einschätzung ist nicht das Verlassen der Wohnung die Gefahr, sondern der enge, unmittelbare Kontakt", so der NRW-Ministerpräsident Laschet. Ein entsprechend angepasstes Verbot sei demnach "verhältnismäßiger, zielgerichteter und besser zu vollziehen" als eine Ausgangssperre. Von Montag an sind Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen verboten. Ausnahmen gibt es für Familien. Schließen müssen alle Restaurants und Friseure.
Bundeskanzlerin Merkel appellierte an die Bevölkerung, die beschlossenen Maßnahmen zu beherzigen, denn "unser eigenes Verhalten ist derzeit das wirksamste Mittel", so Merkel. "Bitte ziehen Sie alle mit", sagt sie. "Zeigen Sie Vernunft und Herz."
[### Pressekonferenz von Angela Merkel zu neuen Maßnahmen der Bundesregierung
tagesschau 17:15 Uhr](/multimedia/video/video-678483.html)
Justizministerin Lambrecht stellt sich gegen den Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn, spersonenbezogene Mobilfunkdaten im Kampf gegen das Coronavirus einzusetzen. [Lambrecht erklärt, vorerst genüge es, anonymisierte Daten zu erfassen und zur Verfügung zu stellen.](/inland/lambrecht-bab-corona-handydaten-101.html "Corona-Krise: Lambrecht lehnt Überwachungspläne ab")
## 23. März - Deutsche befürworten verschärftes Versammlungsverbot
Zu Beginn einer neuen Woche verbreitet das Robert Koch-Institut sehr vorsichtigen Optimismus: [Der Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen hat sich über das Wochenende etwas verlangsamt.](/inland/coronavirus-deutschland-rki-103.html "Corona-Neuinfektionen: Vorsichtiger Optimismus beim RKI") Das Institut gibt aber auch zu bedenken: Für eine definitive Bewertung sei es noch zu früh - viele Gesundheitsämter würden ihre Daten erst am Wochenanfang übermitteln. Man sehe aber zumindest schon mal einen Trend.
Aus dem Bundeskabinett dringen gewaltige Zahlen an die Öffentlichkeit: Die Regierung beschließt einen Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro, die in ein [Nothilfepaket](/inland/coronavirus-massnahmenpaket-101.html "Corona-Krise: Kabinett beschließt Milliardenhilfen") fließen sollen. Das Geld solle einerseits wegbrechende Steuereinnahmen ausgleichen, erläutert Finanzminister Scholz. Andererseits würden damit die Hilfsmaßnahmen finanziert: für Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen. Zudem sollen [Krankenhäuser](/inland/spahn-krankenhaeuser-hilfspaket-101.html "Mehr Geld und weniger Bürokratie für Krankenhäuser") in der Corona-Krise entlastet werden. Im Eiltempo soll der Nachtragshaushalt nun durch den Bundestag und Bundesrat abgesegnet werden.
Das Coronavirus setzt auch das deutsche Asylsystem unter Zugzwang: Nach Informationen von *NDR*, *WDR* und "Süddeutscher Zeitung" [stoppt Deutschland ab sofort alle Abschiebungen in andere EU-Staaten](/investigativ/ndr-wdr/corona-abschiebungen-103.html "Wegen Corona: Dublin-Abschiebungen werden ausgesetzt").
Auch wenn die Pandemie zu immer drastischeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens führt - die meisten Deutschen zeigen sich solidarisch. [95 Prozent der Befragten in einer Extra-Ausgabe des DeutschlandTrend befürworten das verschärfte Versammlungsverbot.](/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-extra-blitzumfrage-103.html "DeutschlandTrend extra: Deutsche finden Versammlungsverbot gut") Gleichzeitig wächst in der Bevölkerung die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus: Bei 37 Prozent der Befragten ist die Sorge groß, bei 18 Prozent sogar sehr groß.
Italien, das von der Coronavirus-Pandemie bis hierhin am heftigsten getroffen wurde, bekommt erste Hilfe der internationalen Gemeinschaft: So sollen Ärzte aus Kuba, China und Russland ihre erschöpften Kollegen in Italien unterstützen, Deutschland schickt medizinische Geräte und Schutzausrüstung.
## 24. März - Olympische Sommerspiele werden verschoben
Lange haben Japan und das Ingternationale Olympische Komitee die Entscheidung hinausgezögert, nun steht fest: [Die Olympischen Sommerspiele werden verschoben](/olympia-verschiebung-101.html "Olympische Spiele werden verschoben"). Die ursprünglich für Juli und August angesetzten Wettkämpfe sollen nun spätestens im Sommer 2021 stattfinden. Die Olympischen Sommerspiele sind in Friedenszeiten noch nie ausgefallen oder verschoben worden. Seit der Wiederbelebung der Spiele vor 126 Jahren wurden sie lediglich während der Weltkriege ausgesetzt - 1916, 1940 und 1944.
[Zahlreiche europäische Länder](/ausland/corona-beschraenkungen-europa-101.html "Europa verschärft Kampf gegen Coronavirus") drehen die Maßnahmenschraube im Kampf gegen das Coronavirus eine Umdrehung weiter: In **Frankreich** müssen ab sofort auch die Wochenmärkte schließen, Sport im Freien wird weitgehend verboten. In **Großbritannien** trat bereits gestern Abend eine dreiwöchige weitgehende Ausgangssperre in Kraft. In **Polen** sind Ansammlungen von mehr als zwei Personen nicht mehr erlaubt. In den **Niederlanden** verlängert die Regierung das Versammlungsverbot bis 1. Juni. Sollte das Verbot nicht eingehalten werden, werde eine Ausgangssperre verhängt, heißt es aus der Regierung.
Nach dem milliardenschweren Hilfspaket der Bundesregierung, das das Kabinett bereits am Vortag absegnete, werden in immer mehr Bundesländern eigene Rettungsschirme aufgespannt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern. 25 Milliarden Euro fließen in Nordrhein-Westfalen in das Hilfspaket, 20 Milliarden in Bayern, 8,5 Milliarden in Hessen, fünf Milliarden in Baden-Württemberg, von denen vier Milliarden als Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler bereitstehen. 3,3 Milliarden mobilisiert Rheinland-Pfalz, 1,1 Milliarden Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg eine Milliarde Euro.
## 25. März - Bundestag genehmigt 156 Milliarden für Nothilfen
Der Tag beginnt mit einer positiven Nachricht aus den **USA**. Der dortige Aktienindex Dow Jones hat nach einer Talfahrt seinen höchsten Gewinn seit 87 Jahren erzielt. Ein Hoffnungsschimmer?
In **Deutschland** tagt der Bundestag unter außergewöhnlichen Bedingungen und debattiert über ein noch außergewöhnlicheres Finanzpaket, mit dem die Krise abgemildert werden soll. ["Dafür gibt es kein Drehbuch"](/inland/scholz-corona-hilfspaket-101.html "Scholz zu Corona-Krise: &quot;Dafür gibt es kein Drehbuch&quot;"), betont Vizekanzler und Finanzminister Scholz. Insgesamt werden die Maßnahmen einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro nach sich ziehen - "eine gigantische Summe", wie Scholz sagt. [Der Bundestag stimmt dem Paket zu.](/inland/bundestag-corona-hilfspaket-nachtragshaushalt-101.html "Bundestag beschließt Corona-Hilfspaket")
[### Scholz wirbt im Bundestag für Hilfspaket - "Harte Wochen vor uns"](/multimedia/video/video-679735.html)
Wie schnell kann Deutschland die Krise hinter sich lassen? [Gesundheitsminister Spahn und das Robert Koch-Institut bitten um Geduld.](/inland/pandemie-101.html "Corona-Pandemie: &quot;Wir stehen noch am Anfang&quot;") Erst nach Ostern könne die Lage verlässlicher bewertet werden.
[**New York** wird zum Hochrisikogebiet.](/ausland/usa-coronavirus-115.html "Corona in den USA: &quot;New York ist Hochrisikogebiet&quot;") Die Zahl der Infektionen steigt hier ganz besonders rasant.
In **Deutschland** fällt eine wichtige Entscheidung für den Abiturjahrgang. Die Abiturprüfungen sollen trotz der Krise stattfinden.
[**Russland**s Präsident Putin verschiebt wegen der Krise die Abstimmung über die Verfassungsreform](/ausland/russland-verfassung-109.html "Corona-Krise: Putin verschiebt Abstimmung über Verfassungsreform"), die ihm ein Regieren auch Ende seiner Amtszeit 2024 ermöglichen könnte. Auch in seinem Land steigen die Zahlen der Corona-Infektionen drastisch.
## 26. März - Steigende Infektionszahlen und Steinmeiers Solidaritäts-Aufruf
Die Zahlen der Infizierten in Deutschland erneut deutlich. Wann werden sich Ausgangssperren und Einschränkungen bemerkbar machen? Fachleute versuchen, das herauszufinden.
[Bundespräsident Steinmeier fordert Solidarität](/inland/steinmeier-coronavirus-103.html "Steinmeier zu Corona: &quot;Solidarität ist jetzt existenziell wichtig&quot;") - auch und vor allem innerhalb der EU. Geteiltes Wissen sei wichtig.
Nachdem die Hilfen genehmigt sind, stellt sich die Frage: Wie schnell können sie auch bei den Bedürftigen ankommen?
Die erste Woche der Ausgangssperren neigt sich dem Ende zu. Neben der Sorge um die wirtschaftlichen Folgen und Entwicklungen geht es auf verschiedensten Ebenen auch um die Frage: Wie geht das Leben weiter, wie lange werden die Ausgangssperren anhalten? Gesundheitsminister Spahn macht klar: Nur wenn alle die Regeln befolgen, steigt die Chance, dass die Regierung die [Beschränkungen lockern](/inland/corona-spahn-wieler-101.html "Spahn: Lockerung von Kontaktverbot hängt von Befolgung ab") kann.
Zu den wichtigen Bausteinen auf dem Weg zur Bewältigung der Krise gehören die medizinischen Frage, darunter auch die, ob [Patienten nach der Genesung immun](/wissen/forschung/corona-forschung-101.html "Sind genesene Corona-Patienten anschließend immun?") sind.
## 27. März - Expertenpapier: Testen, um aus der Krise zu kommen
Im Auftrag des Bundesinnenministeriums haben Experten Überlegungen angestellt, wie die Krise sich entwickeln und welche Auswege es geben könnte. Die Tatsache, dass Deutschland intensiv auf das Virus testet, scheint ein wichtiger Faktor mit Blick auf die bisherige Entwicklung und als Maßnahme, um eine Ausbreitung auch künftig so gut es geht einzudämmen.
Die Zahl der Corona-Infizierten steigt auch in Deutschland weiter. 6000 neue Fälle wurden innerhalb eines Tages registriert. [Vor dem Hintergrund bittet Bundeskanzlerin Merkel die Bürger um Geduld.](/inland/corona-exit-strategie-105.html "Corona-Krise: Merkel bittet Bürger um Geduld")
In **Großbritannien** wird bekannt: Auch [Premierminister Boris Johnson ist infiziert](/ausland/coronavirus-johnson-101.html "Johnson positiv auf Coronavirus getestet"). Sein Gesundheitsminister wurde ebenfalls positiv getestet.
Unternehmen sollen in **Deutschland** in der Krise Hilfe erhalten. Doch kommt die bei den Richtigen an? Große Firmen wie [Adidas, H&M und Deichmann](/inland/adidas-gewerbemiete-bundesrat-101.html "Adidas setzt Mietzahlungen aus - andere folgen") nutzen die Corona-Regelungen und setzen ihre Mietzahlungen aus. Das sorgt für Diskussionen.
Die Zahlen der Toten und Infizierten steigt in Italien weiter. Erstmals erteilt ein Papst außerhalb der Weihnachts- und Ostertage oder nach einer Papstwahl den Segen "[Urbi et Orbi](/inland/corona-papst-107.html "Corona-Krise: Besonderer Papst-Segen in schwerer Zeit")". Und zum ersten Mal in der Kirchengeschichte geschieht das vor einem menschenleeren Petersplatz.


 Der Petersplatz blieb während des Segens gesperrt.
 
## 28. März - Ausgangssperren - In Deutschland wohl länger, in China gelockert
Der Mangel an Masken und anderem medizinischen Ausrüstungsmaterial besteht in vielen Ländern weltweit - auch in den **USA**. Präsident Trump greift daher zu einem Gesetz, das eigentlich für Kriegszeiten gemacht ist und verpflichtet den Autohersteller GM, Beatmungsgeräte herzustellen.
In **Deutschland** dämpft Kanzleramtsminister Braun Hoffnungen auf ein [schnelles Ende der Ausgangsbeschränkungen](/inland/coronavirus-deutschland-207.html "Coronavirus-Maßnahmen: Braun schließt frühe Lockerung aus"). Die Maßnahmen müssten mindestens bis zum 20. April fortgesetzt werden.
Das Coronavirus hat Auswirkungen auf viele Lebensbereiche. Ausgangssperren führen unter anderem international zu einem [Anstieg häuslicher Gewalt](/ausland/corona-europarat-haeusliche-gewalt-pejcinovic-buric-101.html "Corona: Zahlen deuten auf Anstieg häuslicher Gewalt hin").
Aus **China** gibt es Nachrichten, die Hoffnung machen. In Wuhan, wo das Virus zunächst ausbrach, werden die Ausgangssperren gelockert.
Als ein Ort, von dem aus die Verbreitung des Virus in Europa besonders schnell voran gegangen ist, gilt **der österreichische Skiort Ischgl**. Touristen erwägen nun, eine [Sammelklage](/ausland/tirol-corona-sammelklage-101.html "Skifahrer planen Sammelklage in Tirol wegen Coronavirus") einzureichen.
In **Italien** sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen am Coronavirus gestorben.
Und auch **Spanien** ist eines der Länder, das besonders hohe Zahlen an Infizierten und Toten zu beklagen hat. Die Regierung beschließt, nun alle Arbeitnehmer, die in "nicht lebenswichtigen Unternehmen" tätig sind, in [Zwangsurlaub](/ausland/corona-pandemie-spanien-101.html "Corona-Pandemie: Spanien schickt Arbeitnehmer in &quot;Zwangsurlaub&quot;") zu schicken.
## 29. März - 125.000 Infektionen in den USA
An diesem Sonntag diskutiert **Deutschland** weiter über eine Exit-Strategie aus der Krise. NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) mahnt, man müsse jetzt schon Konzepte entwickeln, wann und wie man ins [öffentliche und soziale Leben zurückkehren](/inland/coronavirus-deutschland-211.html "Corona: Laschet will über Exit-Strategie nachdenken") könne. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) betont, es sei erst einmal wichtig, das [Kontaktverbot](/inland/schwesig-coronavirus-101.html "Schwesig zum Coronavirus: &quot;Wichtig, dass alle zu Hause bleiben&quot;") fortzusetzen. Sie kann sich vorstellen, entsprechende Regelungen in den ostdeutschen Bundesländern noch auszuweiten.
In **Indien** geraten Zehntausende Arbeiter durch die [landesweite Ausgangssperre](/ausland/indien-corona-103.html "Coronavirus in Indien: &quot;Wir haben nichts zu essen&quot;") in größte Not: Sie haben ihren Job und ihre Unterkünfte verloren und versuchen nun, in ihre Heimatorte zu gelangen.
In **Russland** erhalten die Menschen eine [bezahlte arbeitsfreie Woche](/ausland/corona-putin-russland-101.html "Corona: Putins freie Woche für alle bringt Probleme"). Doch schnell gibt es Kritik führender Wissenschaftler. Sie fordern, man brauche sofort eine strenge Quarantäne - und massive Hilfen für die Wirtschaft.
Im internationalen Vergleich ist die Krise auch in **Singapur** bislang glimpflich verlaufen. Die Verantwortlichen glauben, dass sie die entscheidenden [Lehren aus der SARS-Epidemie](/ausland/weltspiegel-singapur-corona-101.html "Weltspiegel zu Singapur: Aus der SARS-Epidemie gelernt") 2003 gezogen haben.
Die **USA** sind inzwischen das Land mit den meisten Coronafällen. 125.000 Infizierte sind bislang registriert. Der oberste Virologe des Landes befürchtet Millionen Fälle und mehr als 100.000 Tote.
## 30. März - Europaweite Besorgnis
[64.000 Infektionen, 560 Todesfälle](/newsticker/liveblog-corona-montag-101.html "Coronavirus-Liveblog: Rund 64.000 Fälle in Deutschland") - das sind die Zahlen dieses Tages in **Deutschland**. Die Menschen halten sich tatsächlich weniger in den Innenstädten auf, Parks werden aber gut besucht - zeigt eine Datenanalyse aus Deutschland.
Und international? In **Griechenland** wächst die Sorge um die [Zustände in den Flüchtlingslagern](/ausland/corona-griechenland-moria-101.html "Corona-Krise in Griechenland: Die Angst vor Moria"). Hier könnte sich das Virus extrem schnell ausbreiten.
Hilferufe kommen auch aus **Spanien**. [Das Land verschärft seine Maßnahmen weiter](/ausland/corona-spanien-sperre-101.html "Corona-Krise in Spanien: Durchhalteappelle und Hilferufe") - mit Folgen für die Wirtschaft. Regierungschef Sanchez ruft Europa auf, die Schuldenlast, die durch die Corona-Krise auch in seinem Land entsteht, gemeinsam zu tragen.
**Österreich** hat bereits strenge Ausgangsbeschränkungen. Eine weitere kommt hinzu: In Supermärkten sollen die Menschen künftig nur noch mit Mundschutz einkaufen.
In der **Türkei** steigen die Corona-Zahlen rasant an. Wird das Land zum nächsten [Krisenherd](/ausland/tuerkei-coronakrise-101.html "Rasanter Corona-Anstieg: Wird die Türkei der nächste Krisenherd?")?
Hoffnungsschimmer für **Italien**. Erstmals seit fast drei Wochen nimmt die [Zahl der Infizierten](/ausland/corona-italien-147.html "Corona-Krise: Hoffnungsschimmer für Italien") nur vergleichsweise wenig zu. 75.538 Menschen wurden in dem Land seit Beginn der Krise positiv getestet.
Dagegen ist die Situation in den **USA** dramatisch, Präsident Trump spricht von "Krieg". In der besonders betroffenen Metropole [New York](/ausland/lazarettschiff-usa-101.html "Ein schwimmendes Lazarett für New York") soll nun ein schwimmendes Lazarett bei der Versorgung der Patienten helfen.
## 31. März - Wirtschaftliche Folgen - und der Ball ruht weiter
Stimmen **China**s [Corona-Zahlen](/ausland/china-corona-wurzel-korri-101.html "Coronavirus: Zweifel an Zahlen aus China")? Geht die Epidemie in ihrem Ursprungsland wirklich deutlich zurück? Das Gesundheitsministerium in Peking gibt einmal täglich die Zahlen bekannt. Es will damit Transparenz demonstrieren. Doch Kritiker halten die Werte für zu niedrig. Die Regierung reagiert, will künftig umfangreichere [Statistiken](/ausland/china-corona-fallzahlen-kommission-101.html "Corona-Statistik: China verspricht mehr Zahlen") veröffentlichen.
Aufgrund der Corona-Krise ist der [Ölpreis](/faktenfinder/corona-chronik-pandemie-101.html "Chronik zum Coronavirus: Der Ausbruch einer Pandemie") erheblich gefallen. Ein Barrel der Sorte Brent kostet weniger als 20 Dollar - so wenig wie zuletzt 2002.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen zeigen sich auch in **Deutschland**: 470.000 Unternehmen melden [Kurzarbeit](/wirtschaft/heil-kurzarbeit-corona-101.html "470.000 Betriebe zeigen wegen Corona-Krise Kurzarbeit an") an. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet damit, dass die Arbeitslosenzahl um 200.000 steigen wird.
Auch in der Bundesliga stehen die Zeichen auf Verlängerung der Corona-Pause. Bis zum 30.3. soll der Spielbetrieb weiter stillstehen. Danach ist geplant, die Saison zu Ende zu spielen - aber voraussichtlich ohne Zuschauer im Stadion.
**Italien**s Ministerpräsident Conte befürchtet, dass die Corona-Krise schnell zu einer [Staatsschuldenkrise](/ausland/conte-corona-101.html "Italiens Premier Conte: &quot;Ein Notfall, der alle betrifft&quot;") werden könnte. Er fordert die Einführung von Euro-Bonds.
