Infoseite zur Medienkompetenz-AG „Bullshit Brigade“ an der IGS Nordend.
Immer freitags von 14.45-16 Uhr im SV-Raum, Comenius-Gebäude 4. Stock
janeggers.tech/igsbullshit
13.2.2026: Seiten-Suche auf Steroiden
Wichtiges Werkzeug für Bullshit-Durchschauer: Tipps und Tricks, um bei Google zu finden statt zu suchen!
6.2.2026: fällt aus
30.1.2026: fällt aus
23.1.2026: fällt aus
Ich bin wegen meines Hauptjobs leider nicht in Frankfurt.
16.1.2026: Was passiert, wenn wir im Internet surfen?
„Surfen“ – einen Laptop aufklappen, einen Internet-Browser starten und eine Seite im Netz aufrufen – ist fast etwas aus der Mode gekommen: Die meisten Dinge, die wir zu sehen bekommen, bekommen wir inzwischen über Tiktok, Instagram, Facebook oder über Messenger von Freunden. (Wie es bei euch ist? Ich hatte gefragt – Ergebnis am Ende!)
Wenn wir aber doch mal surfen, rufen wir technisch gesehen eine Webseite auf. Was dann im einzelnen passiert:
- Ich tippe den Namen der Webseite in das Eingabefeld über dem Browserfenster, in das Adressfeld.
- Der Browser nimmt über diesen Namen Kontakt mit der Webseite auf. (Genau genommen mit dem Computer, der die Webseite darstellt: ein so genannter Web-Server.)
- Der Browser auf meinem Computer und der Web-Server der aufgerufenen Webseite tauschen Daten aus: Der Browser sagt, was der Nutzer geklickt hat, der Web-Server liefert den Inhalt, der dazu passt.

Den Namen der Website nennt man ihre Adresse. Das ist wie die Adresse des Hauses, in dem mein bester Freund wohnt: Name und Nummer der Straße, in der er wohnt.
Die Web-Adresse im Adressfeld gehorcht einem bestimmten Format:
Nehmen wir mal die Adresse des KI-Bildgenerators, mit dem wir ab und zu herumexperimentieren. Er lebt auf meinem Server unter der Adresse https://www.frankruft.de/apps/flux. Im einzelnen bedeutet das:

- Das „https://…“ darf ich in der Regel weglassen: es sagt dem Browser, in welchem Datenformat er den Webserver kontaktieren soll. Das ist wie die Sprache, auf die sich die beiden Computer einigen. Da Browser dafür gemacht sind, Webseiten anzuzeigen, sprechen sie eigentlich immer http:// bzw. https:// – und ich darf es weglassen.
- Der Name des Web-Servers ist frankruft.de. Der hintere Teil, das „.de“, ist in der Regel das Land, in dem der Server steht, aber nicht immer: „.com“ kann in irgendeinem Land stehen und bezeichnet in der Regel Firmen-Server („com“ steht für „commercial“, kommerziell).
- Der Teil vorneweg, das www, bezeichnet einen Teil des Servers. Kann man sich vorstellen wie auf der IGS: Comenius- oder Günthersburg-Gebäude?
- Hinten dran kommt noch /apps/flux, die Angabe, wo der Server die Seite findet, die er anzeigen soll. Bei der Adresse deines Freundes wäre das wie die Angabe: Wohnt im 3. Stock in der Wohnung links.
Warum ich das wissen muss? Weil böse Buben unsere Unwissenheit über Webadressen manchmal für Täuschungsversuche ausnutzen: Eine Webadresse wie https://commerzbank.domain-0102.anywhere.casino.com hat nichts mit der Commerzbank zu tun, sondern lebt auf einem Server namens „casino.com“ – und ist mit absoluter Sicherheit eine Webseite von Betrügern, die mich dazu bringen wollen, ihnen meine Bankdaten zu verraten! Also genau hinschauen und wissen: wie heißt der Server? Traue ich dem?
Und was passiert, wenn ich den Namen der Webseite falsch eingebe? Der Browser fragt automatisch bei einer Internet-Suchmaschine nach, in der Regel bei Google.
- Der Browser fragt: was könnte denn dieses Wort bedeuten?
- Google ist gewissermaßen wie ein Bibliothekar, der sagt: Dazu passen diese Einträge in meinem Verzeichnis.
Übrigens: Das Ergebnis unserer kleinen Umfrage neulich findet ihr hier als PDF. Mit 4 Teilnehmern nicht repräsentativ, aber doch typisch: 3 von 4 haben ein Handy und Zugang zu einem Computer, sehen etliche Videos und haben schon mal irgendwelche lustigen oder beunruhigenden Geschichten per Whatsapp oder Signal weitergeleitet bekommen.
Die sind dann demnächst mal Thema.
Und dass angeblich alle den moonwalkenden Bären auf Anhieb gesehen haben wollen, glaub ich euch nicht – da erinnere ich mich ganz anders! Aber man hält sich gern für aufmerksamer, als man tatsächlich ist.
12.12.2025 – Change my view: Die Erde ist flach!
5.12.2025 – Denken wie ein Fälscher (um nicht auf einen reinzufallen)
- Die Folien findet ihr hier: (PDF)
Die Aufgabe: Lerne denken wie Troll – wer kann die anderen mit Fakes täuschen? (Wer weiß, wie Fälscher arbeiten, kann Fälschungen besser erkennen und fällt nicht so leicht drauf rein.)
- Schaut euch im Team eine aktuelle Nachricht mit Bild an.
- Macht fünf Bilder dazu, die so aussehen, als wären sie echt
- (Die anderen müssen das das nächste Mal erraten: was war das echte?)
- Schickt mir die Bilder per Upload
Der Link zu der kurzen Umfrage
- t1p.de/nebku (auf meinem Server, deshalb datenschutz-sicher – und anonym!!!)
21.11.2025: Ein unsichtbarer Bär?
Wir können unseren Augen nicht trauen!
31.10.2025: Intro
Ein Bild vom Aufstand der Studenten in China 1989 gegen die Herrschaft der Partei – Panzer gegen einen einzelnen Protestierer auf dem Platz des Himmlischen Friedens:
Weshalb wir uns sicher sein können, dass das Bild echt ist?
- Wir finden es über die Bilder-Suche bei Google… (Link)
- …es sind alte Bilder, keine neu erstellten…
- …sie wurden veröffentlicht von guten Quellen… (NDR – der gebührenfinanzierte öffentlich rechtliche Rundfunk, Tagesschau, Spiegel, Welt)
- …und zwar von mehreren guten Quellen unabhängig voneinander.
Und dieses Bild? Zeigt es die gleiche Szene?
Mit etwas Nachdenken wissen wir, dass es anscheinend ein KI-Fake ist:
- Damals, 1989, gab’s einfach noch keine Handys – also kein Selfie!!!
- Die Details stimmen nicht mit denen auf dem echten Bild überein: andere Gebäude und vor allem ein anders geformter Panzer.
Die Suche im Bild selbst bringt uns nicht immer weiter – wer traut sich schon zu sagen, ob die Person trotz ihrer unnatürlich glatten Haut nicht doch echt ist? – aber der Quervergleich mit guten Quellen zeigt, was stimmt und was nicht.



